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Schüßler Salze

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Schüßler Salze

Beitrag  Andy777 am 08.11.15 11:47

Allgemeines

Die biochemische Therapie mit Schüßler Salzen (im Folgenden SS) ist eine naturheilkundliche Heilmethode nach Dr. med. Wilhelm Heinrich Schüßler (1821 – 1898). Nach Schüßler liegt die Ursache für krankhafte Veränderungen des Körpers im Mangel oder Ungleichgewicht der Mineralstoffe, die in den Körperzellen natürlicherweise vorkommen. Seine Methode hat sich zwar aus der Homöopathie Samuel Hahnemanns entwickelt, hat mit dieser aber nur die feinstoffliche Potenzierung der Wirkstoffe gemein und ist ansonsten deutlich davon abzugrenzen.
„Der Grundsatz, nach welchem ein Mittel gewählt wird, drückt diesem sein Gepräge auf. Ein nach dem Ähnlichkeitsprinzip gewähltes Mittel ist ein homöopathisches, ein Mittel aber, welches den Mineralstoffen des Organismus homogen ist und dessen Anwendung sich auf die physiologische Chemie gründet, ist ein biochemisches. (…) Mein Heilverfahren aber ist kein homöopathisches, denn es gründet sich nicht auf das Ähnlichkeitsprinzip, sondern auf die physiologisch-chemischen Vorgänge, welche im menschlichen Organismus sich vollziehen. Durch mein Heilverfahren werden Störungen, welche in der Bewegung der Moleküle der unorganischen Stoffe des menschlichen Organismus entstanden sind, mittels homogener Stoffe direkt ausgeglichen (…).“¹

SS sind also Mineralsalze, die im Körper natürlicherweise vorkommen und i.d.R. mit der Nahrung in mehr oder weniger großen Mengen aufgenommen werden (müssen). Liegt jedoch eine krankhafte Störung vor, kann der Körper die grobstofflichen Salze nicht oder nicht ausreichend verwerten. Deshalb sind die SS so aufbereitet, dass sie zum einen über die Schleimhäute gut aufgenommen werden und zum anderen leicht die Zellwände der einzelnen Körperzellen passieren können. Für die einzelnen Salze gibt es Regelpotenzen, die sich als besonders effektiv erwiesen haben und die im Normalfall die ideale Wirkung erzielen.

Anwendung und Nebenwirkungen

Grundsätzlich gilt für Mensch und Tier: Leichtere akute Beschwerden können mit SS gut behandelt werden, die SS eignen sich auch gut zur Vorbeugung und zur Unterstützung schulmedizinischer Behandlungsformen, in allen Zweifelsfällen und bei stärkeren und anhaltenden Beschwerden immer einen Arzt/Tierarzt aufsuchen!
SS können grundsätzlich zu jeder schulmedizinischen Therapie begleitend eingesetzt werden. Die Mineralstoffe wechselwirken nicht mit anderen Medikamenten und haben keine Nebenwirkungen.
Nebenwirkungen können lediglich durch die Tabletten, die in erster Linie aus Milchzucker und Weizenstärke bestehen, hervorgerufen werden, wenn diese Bestandteile nicht vertragen werden oder sogar Allergien bestehen. Um dieses Problem zu umgehen kann man die Tabletten in Wasser auflösen, gut umrühren und stehen lassen, bis sich der Milchzucker und alle grobstofflichen Bestandteile abgesetzt haben. Dann kann die mineralische Flüssigkeit abgegossen oder mit einer Plastikspritze abgezogen werden.
Neben den Tabletten sind die Salze auch als Globuli aus Rohrzucker und als alkoholische Tropfen erhältlich. Dabei entsprechen ca. 5 Globuli/Tropfen einer Tablette.
Die alkoholischen Tropfen werden von Katzen meist nicht akzeptiert, zudem ist der Einsatz von Alkohol bei Tieren immer kritisch zu betrachten.
Bei dem Einsatz von SS kann es zu einer sog. Erstverschlimmerung kommen. D.h., die Symptome verstärken sich zunächst, bevor eine Besserung eintritt. Das ist eine natürliche Körperreaktion die auch in der Homöopathie häufig auftritt und zeigt, dass das Mittel wirkt.
Die Salze sollen über die Mundschleimhäute aufgenommen werden, deshalb werden sie idealerweise aufgelöst ins Maul gegeben (z.B. mit einer kleinen Plastikspritze). Die Gabe von SS in etwas Wasser aufgelöst und unter das Nassfutter gemischt zeigt aber auch Wirkung, obwohl in der Literatur immer zu lesen ist, dass die Einnahme von SS wie „normale“ Tabletten wirkungslos ist. Das liegt vermutlich daran, dass beim Schlecken, Kauen und Schlucken genügend Zeit bleibt, dass die Salze die Schleimhäute passieren.
Bei einer vorbeugenden oder begleitenden Langzeittherapie besteht auch die Möglichkeit, die SS im Trinkwasser aufzulösen. Aber Vorsicht: Katzen neigen ohnehin gerne dazu, zu wenig zu trinken. Wenn die Katze ihr Trinkwasser verweigert schadet das viel mehr als es nützt!
Insbesondere bei der Anwendung beim Menschen können die Salze auch äußerlich in verschiedenen Formen angewandt werden, es gibt die Grundsalze auch als Salben. Bei der Katze ist die äußerliche Anwendung eher die Ausnahme.
Dosierung
Grundsätzlich gibt es für SS keine exakten Dosiervorgaben, alle Angaben sind immer als Richtwerte zu verstehen. Es gilt jedoch: „weniger ist mehr“. Im Zweifel immer mit einer eher geringen Dosis beginnen und diese ggf. steigern.
Während Dr. Schüßler immer nur ein einzelnes Salz angewandt und dessen Wirkung abgewartet hat, hat die neuere Forschung gezeigt, dass die gleichzeitige Gabe verschiedener Salze je nach Beschwerden durchaus sinnvoll und effektiv sein kann. Werden mehrere Salze zugleich verabreicht kann die Einzeldosis bzw. die Tagesdosis der einzelnen Salze reduziert werden.
Als Einzeldosis können folgende Richtwerte herangezogen werden:
Kleine Kätzchen bis ca. 500g: ¼ Tablette
Jungkatzen bis ca. 1,5 kg: ½Tablette
Kleinere Katzen, ca. 2 – 6 kg: 1 Tablette
Große Katzen über 6kg: 1½Tabletten

Bei der Gesamtdosierung unterscheidet man die Notfall-, Akut-, Kurzzeit- und Langzeit- bzw. Dauerbehandlung. Je länger die Behandlungsdauer, umso geringer ist die Tagesdosis.
Bei einem Notfall, z. B. heftiges Erbrechen, Durchfall, Krämpfe, können in kurzer Zeit oder auf einmal 3 – 6 Einzeldosen, am besten in warmen Wasser gelöst direkt ins Maul gegeben werden. Dies kann in Abständen von 30 Minuten bis zwei Stunden wiederholt werden.
Bei akuten Beschwerden können 3 – 6 Einzeldosen pro Salz über mehrere Tage gegeben werden.
Zur Langzeittherapie bei chronischen Beschwerden werden ca. 2 – 3 Einzeldosen täglich verabreicht, zur Vorbeugung oder als Dauertherapie nur 1 – 2 Dosen.


Die einzelnen Salze
Dr. Schüßler selbst hat zwölf Salze herausgestellt und seine Therapieform als abgeschlossen betrachtet. In der nachfolgenden Forschung wurden jedoch noch weitere Salze im Organismus entdeckt und in die Behandlungsmethode eingebunden. Nach dem Stand heute gibt es also die zwölf „Grundsalze“, die in der Regel auch ausreichend sind, sowie 15 „Ergänzungssalze“, die die Grundsalze sinnvoll unterstützen, die aber auch ihre eigenen Wirkungsweisen haben. Die Wirkung und die Einsatzmöglichkeiten der Salze, vor allem in verschiedenen Kombinationen sind sehr vielfältig und vor allem individuell, hier soll versucht werden, die wesentlichsten Merkmale darzustellen.

Die 12 Funktionssalze nach Dr. Schüßler:
Nr. 1, Calcium fluoratum (Kalziumfluorid), Regelpotenz D12
Kommt in Knochen, Sehnen, Bändern, Zähnen und Krallen vor. Sorgt für Festigkeit und Härte, aber auch für Elastizität.
Bei Bindegewebsschwäche, zur Unterstützung der Wund- und Frakturheilung, degenerative Veränderungen des Bewegungsapparates. Kann auch bei Pilzbefall helfen.

Nr. 2, Calcium phosphoricum (Kalziumphosphat), Regelpotenz D6
Kommt in Knochen und Zähnen und nahezu allen Körperzellen vor. An der Bildung von Eiweißen beteiligt, wirkt mit bei der Blutgerinnung, kann die Ausschüttung von Histamin reduzieren (Histamin ist verantwortlich für allergische Reaktionen).
Bei Jungtieren im Wachstum und Zahnwechsel, unterstützend beim Zellaufbau nach Krankheiten, bei Blutungen, z. B. Nasenbluten. Kann beruhigend wirken

Nr. 3. Ferrum phosphoricum (Eisenphosphat), Regelpotenz D12
Kommt in erster Linie im Blut zum Sauerstofftransport, aber auch in Muskeln und Gefäßen vor.
Bei frischen Entzündungen und Infektionen das erste Mittel der Wahl, bei Abwehrschwäche, Durchblutungsstörungen und kleineren Verletzungen. Bei Verletzungen und Hautproblemen auch äußerlich, einen Brei aus den Tabletten auftragen.

Nr. 4, Kalium chloratum (Kaliumchlorid), Regelpotenz D6
Kommt vor allem in Schleimhäuten und den Verdauungsorganen vor
Das Mittel für das zweite Entzündungsstadium. Bei Entzündungen, die Ausscheidungen bilden (rotziger Schnupfen, Hautausschläge mit flüssigem Inhalt, weißer Belag auf den Schleimhäuten). Auch bei Gelenks- und Schleimbeutelentzündungen, Bronchitis, Entzündung der Magen- und Darmschleimhaut, Blasenentzündung

Nr.5. Kalium phosphoricum (Kaliumphosphat), Regelpotenz D6
Kommt vor allem in Nerven-, Gehirn- und Muskelzellen vor.
Bei Schwäche und Antriebslosigkeit, auch während und nach Krankheiten, bei Nervosität und nervösen Erkrankungen, hat antiseptische Eigenschaften bei bakteriellen Infektionen.

Nr. 6, Kalium sulfuricum (Kaliumsulfat), Regelpotenz D6
Kommt vor allem in der Haut, Knochen und Muskulatur vor.
Das Mittel für das dritte Entzündungsstadium. Bei chronischen und eitrigen Entzündungen, hilft beim Zellaufbau und bei der Entgiftung. Bei Haut- und Lebererkrankungen, bei Vergiftungen allgemein zur Unterstützung.

Nr. 7, Magnesium phosphoricum (Magnesiumphosphat), Regelpotenz D6
Kommt vor allem in Nervenzellen und der Muskulatur vor.
Bei Unruhe und Nervosität, bei allen krampfartigen Erscheinungen, zur Schmerzstillung.
Besonderheit: Die „heiße 7“: Für Katzen ca. 5 Tabletten in heißem Wasser lösen und so warm wie es vertragen wird schluckweise ins Maul eingeben. Wirkt besonders effektiv bei akuten Krämpfen, Schmerzen und Koliken.

Nr. 8, Natrium chloratum (Natriumchlorid), Regelpotenz D6
Kommt vor allem in Körperflüssigkeiten vor.
Reguliert den Flüssigkeitshaushalt. Als erstes Mittel bei Fließschnupfen, bei trockener Haut und Schleimhaut, trockenen, knackenden Gelenken, bei Ödemen und flüssig gefüllten Hautauschlägen.

Nr. 9, Natrium phosphoricum (Natriumphosphat), Regelpotenz D6
Kommt vor allem in Gewebeflüssigkeit vor, wichtig für alle Stoffwechselvorgänge.
Wirkt leicht abführend, bei allen Verdauungsbeschwerden, bei Übersäuerung (z. B. saures Erbrechen oder sauer riechender Kot), bei fettiger Haut/Fell und verstopften Talgdrüsen.

Nr. 10, Natrium sulfuricum (Natriumsulfat), Regelpotenz D6
Kommt vor allem in allen Körperflüssigkeiten vor.
Wirkt abführend (Glaubersalz) und entgiftend, sorgt für den Abtransport überschüssiger Flüssigkeiten und regt die Verdauungsorgane an. Bei Verdauungsstörungen mit Verstopfung oder Durchfall und Blähungen, bei Lebererkrankungen, Ödemen, rheumatischen Beschwerden, kann auch bei Hautpilz helfen.

Nr. 11, Silicea (Kieselsäure), Regelpotenz D12
Kommt vor allem im Bindegewebe, Haut, Haaren, Krallen, aber auch in Nervenzellen vor.
Bei Bindegewebeschwäche und Gelenkerkrankungen, bei allen Störungen an Fell, Haut und Krallen.

Nr. 12, Calcium sulfuricum (Kalziumsulfat), Regelpotenz D6
Kommt vor allem in Knorpeln und Gelenken, aber auch in der Haut und Schleimhäuten vor.
Bei eitrigen Abszessen, wenn der Eiter abfließen kann, eitrige Entzündungen der Haut und Schleimhaut, eitrige Bronchitis, als Entgiftungsmittel für die Leber, bei degenerativen Gelenkerkrankungen.

Die 15 Ergänzungssalze:
Als Regelpotenz für die Ergänzungssalze wird meist D12 genannt, außer Nr. 13, hier ist die Regelpotenz D6. Viele Anwender verwenden bei allen Ergänzungssalzen erfolgreich D6.
Nr. 13: Kalium arsenicosum (Kaliumarsenit): Haut, Schwächezustände
Nr. 14: Kalium bromatum (Kaliumbromid): Haut, Nervensystem, beruhigend
Nr. 15: Kalium jodatum (Kaliumjodid): Schilddrüse, Entzündungen
Nr. 16: Lithium chloratum (Lithiumchlorid): Rheumatische Erkrankungen, Stoffwechsel,
Immunsystem
Nr. 17: Manganum sulfuricum (Mangansulfat): Mangan hat ähnliche Eigenschaften wie Eisen,
Blutbildung, entzündungshemmend
Nr. 18: Calcium sulfuratum (Kalziumsulfid): Haut, Schleimhäute, bei hartnäckigen Eiterungen,
auch bei Erschöpfungszuständen
Nr. 19: Cuprum Arsenicosum (Kupferarsenit): Krämpfe, auch Epilepsie, Nieren
Nr. 20: Kalium aluminium sulfuricum (Alaun): Verstopfung, Blähungen, Blutstillung, Nervensystem
Nr. 21: Zincum chloratum (Zinkchlorid): Stoffwechsel, Nerven, Haut, Immunsystem
Nr. 22: Calcium carbonicum (Kalziumkarbonat): Knochen, vegetatives Nervensystem,
auch chronische Entzündungen
Nr. 23: Natrium bicarbonium (Natrium Bikarbonat): Säure – Basen – Haushalt, Stoffwechsel,
Bauchspeicheldrüse
Nr. 24: Arsenum jodatum (Arsentrijodid): Allergien, nässende Ekzeme, Lunge
Nr. 25: Aurum chloratum natronatum (Goldsalz): chronische Erkrankungen, rhythmusfördernd,
Krankheiten und Beschwerden bei den weiblichen Geschlechtsorganen
Nr. 26: Selenium (Selen): eigentlich kein Salz, sondern ein Element; Immunsystem, Zellschutz
Entgiftung, unterstützend bei chronischen Erkrankungen
Nr. 27: Kalium bichromicum (Kaliumbichromat): Stoffwechsel, Ausheilung alter Infekte, darf nicht
bei beginnenden Infekten verwendet werden
Quellen:
¹W. H. Schüßler: Eine abgekürzte Therapie, 1891, 25. Auflage,
zitiert aus:
Joachim Broy: Die biochemische Heilmethode Dr. med. Wilhelm Schüßlers,
3. Auflage, Augsburg 2009, Seite 38/39

Literatur (Auswahl):
Für den Einstieg ideal:
Dr. med. vet. Heidi Kübler: Schüßler-Salze für Katzen, Gräfe und Unzer Verlag GmbH, München, (1. Auflage 2008)
ISBN 978 – 3 – 8338 – 0943 – 9

Günther H. Heepen: GU Kompass Schüßler-Salze, Gräfe und Unzer Verlag GmbH, München, (1. Auflage 2009)
ISBN 978 – 8338 – 1445 – 7

Weiterführend:
Dr. Dipl.-Psych. Claudia – Viktoria Schwörer: Schüßler Salze Kennenlernen & richtig anwenden, Trias Verlag, Stuttgart, (3. Auflage 2011)
ISBN 978 – 3 – 8304 – 6057 – 2


Vistara H. Haiduk: Gesund durch Schüßler – Salze, Die 12 Lebenssalze für Körper, Geist und Seele, Knaur Verlag, München (überarbeitete und erweiterte Ausgabe 2004)
ISBN 978 – 3 426 – 87227 – 7

Vistara H. Haiduk: Die 15 Ergänzungssalze in der Schüßler – Therapie, Knaur Verlag, München, (Originalausgabe 2008)
ISBN 978 – 3 – 426 – 87379 – 3

Joachim Broy: Die Biochemie nach Dr. Schüßler, Die Grundlagen der Schüßler – Methode, Foitzick Verlag, Augsburg, (3. Auflage 2009)
ISBN 978 – 3 – 929338 – 45 – 4

Ein großes Dankeschön an Dinie für die Mühe, das alles im Internet rauszusuchen

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